Rosenwurz: Ein pflanzliches Nootropikum gegen Erschöpfung & Stress

Der Rosenwurz (lat. Rhodiola Rosea) ist eine Heilpflanze, welche hauptsächlich in der nördlichen Hemisphere von Eurasien und Nordamerika gedeiht.

Sie wird in der Medizin als Mittel zur Steigerung der geistigen Leistung, gegen Erschöpfung, Stressempfinden, und Konzentrationsschwächen eingesetzt.

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Aufgrund ihrer positiven Wirkung auf die Denk- und Lernfähigkeit wird sie in der Nootropika-Community immer beliebter. Auch Studenten und Unternehmer greifen häufig zu der Pflanze, um Stress oder Überarbeitung entgegenzuwirken.

Früher war sie unter den Wikingern im Einsatz​, um physische Konstitution und Leistungsfähigkeit (wie Ausdauer und Kraft) zu steigern.

Heute ist Rhodiola in Russland und Schweden als Arzneimittel erhältlich, wegen seiner adaptogenen Wirkung wird es bei Asthenie oder Altersbeschwerden eingesetzt.

Andere Bezeichnungen: ​Rosavin, Rhodiola Rosea, Arctic Root, Golden Root, Rhidola, Sedum rhodiola DC, Sedum rosea (L.), Rodia Riza

Rhodiola Rosea auf einen Blick

stimmung

Stimmung

energie

Energie

ruhe

Ruhe

  • Rosenwurz ist ein Adaptogen, welches wird zur Linderung von Stress und Depressionen eingesetzt wird.
  • Es wächst hauptsächlich in der nördlichen Hemisphere und wird schon seit vielen Jahrhunderten zur Steigerung der mentalen und physischen Leistung angewendet.
  • Dosierung: Es wird eine tägliche Einnahme von 100 bis 600mg Rosenwurz-Extrakt (Kapfselform, wichtig ist der Anteil an Rosavin & Salidrosid, 3% und 1% ist in Ordnung) empfohlen.
  • Da es ein leichtes Stimulans ist, sollte es nicht vor dem Zubettgehen konsumiert werden, da sonst Schlafstörungen auftreten.
  • Die enthaltenen Glykoside sind für die Wirkung verantwortlich - sie beeinflussen die Neurotransmitter im Gehirn und unterdrücken die Ausschüttung von Stresshormonen.
  • Rhodiola wird als sicher eingestuft - es sollten sich keine unerwünschten Nachwirkungen bemerkbar machen.

Vorkommen & Eigenschaften

Vorkommen

rhodiola rosea blüte

Blüte

Sie hat ihren Ursprung in arktischen Gebieten, und ist größtenteils in Meeresnähe (Klippen) und den Felsspalten der Hochebenen aufzufinden. Außerdem ist sie in Gebirgsregionen wie den Alpen oder dem Himalaya in einer Höhenlage zwischen 1000 - 3000m verbreitet.

Botanische Eigenschaften​

Der Rosenwurz ist eine widerstandsfähige ​Pflanze, die in zahlreichen Bodentypen (feucht, Sand, Lehm- und Tonhaltig) wächst. Außerdem wird er als ausdauernd, und sukkulent beschrieben.

Rhodiola Rosea erreicht eine Wuchshöhe von ca. 10 bis 35cm, wobei sich unterirdisch ein 1 bis 5cm dicker Stamm bildet. Zwischen Mai und September bildet er Blüten, welche am Ende des Stammes hervorsprießen, und einen rosenartigen Duft abgeben.

Dosierung & Einnahme

Die Wirkstoffe werden hauptsächlich aus der Wurzel extrahiert und in flüssig- oder Kapselform verkauft. An manchen Orten wird es als Gemüse oder Tee zubereitet.

Die Einnahme von Rosenwurz bezieht sich hauptsächlich auf den Arzneimittel-Extrakt SHR-5, oder ein equivalentes Konzentrat, welches aus 3% Rosavin und 1% Salidrosid besteht.

  • In mehreren Quellen wird eine Tagesdosis zwischen 100 und 600mg empfohlen. Es ist ratsam mit einer niedrigen Menge anzufangen, um zu sehen wie der Körper reagiert.

600mg scheint die Maximaldosis zu sein - eine größere Menge scheint keine stärkere Wirkung hervorzurufen.

Es hat sich schon eine geringe Tagesdosis (50mg) als wirksam zum Schutz vor Erschöpftheit und Müdigkeit erwiesen.

Da es eine wachmachende Wirkung besitzt, sollte es nicht vor dem Zubettgehen eingenommen werden.

Wer noch andere Stimulanzien wie Koffein oder Modafinil konsumiert setzt diese erst einmal ab, um zu sehen, wie sein Körper auf die Wirkung von Rosenwurz reagiert.

Wirkung

Reduzierung von Müdigkeitserscheinungen

Viele Studien belegen die stimulierende Wirkung von Rhodiola Rosea.

Bei einer Versuchsgruppe mit 82 Teilnehmern wurde eine Verbesserung der Arbeitsleistung und des Gemütszustandes festgestellt. Es wird angenommen, dass dies auf die wachmachende Wirkung zurückzuführen ist. (1)

​Laut einer anderen Studie könnte Rosenwurz die neuromotorische Kondition steigern, und Erschöpfungszustände mindern. (2)

Nachforschung im Militärbereich (Nachteinsätze) weisen auf verringerte Erschöpfungserscheinungen hin. (3)

nootropische wirkung

Nootropische Wirkung

Depressionen

Es gibt nur wenige Studien, die auf eine anti-depressive Wirkung von Rosenwurz hinweisen.

In einer 42 Tage andauernde Studie konnten signifikante Verbesserungen der Depressions-Symptome von Probanden festgestellt werden. (4)

Stressbelastung

Rhodiola wird häufig als stresslindernd angepriesen, obwohl es nur wenige Forschungsarbeiten mit Menschen gibt, welche diese Behauptung belegen.

In einer 2-4 wöchigen Versuchsreihe ermittelte man Verbesserungen der Stresstoleranz. (1)

Wirkungsweise

​Rosenwurz enthält eine Vielzahl von Pflanzenstoffen, welche für seine leistungssteigernden Eigenschaften verantwortlich sind. Damit sind hauptsächlich die Glycoside Rosavin, Salidrosid und Tyrosol gemeint.

Rosavin ist für seine anxiolytische (angstauflösende, entspannende) Wirkung bekannt. Man nimmt an, dass es auch für die anti-depressiven Eigenschaften Rosenwurz verantwortlich ist.

rosavin struktur

Chemische Struktur von Rosavin

​Salidrosid besitzt eine Insulinähnliche Wirkung, welche es den Muskel ermöglicht, mehr Glukose aufzunehmen; dadurch wird dem Körper mehr Energie zur Verfügung gestellt, was die stimulierende Wirkung erklären könnte.

Tyrosol ist ein Antioxidans, welches die Ausprägung von Proteinen steigert und gesund für den Herz-Kreislauf ist.

Die Einnahme von Rhodiola Rosea beeinflusst die Neurotransmitter (Dopamin, Serotonin), Monoamine, und Opioidpeptide. Darüber hinaus verringert es die Ausschüttung von Stresshormonen.

Man nimmt an, dass es die Konzentration die Neurotransmitter Noradrenalin hebt, was sich positiv auf Aufmerksamkeitsspanne und Motivation auswirken könnte.

Sicherheit & Nebenwirkungen

In Human-Studien wurden keine Nebenwirkungen beobachtet.

Jedoch ist davon auszugehen, dass bei Überdosierungen oder schlechter individueller Verträglichkeit zu Ruhelosigkeit, Schlafstörungen, Benommenheit, Reizbarkeit, oder Überempfindlichkeitsreaktionen kommen kann.

Des Weiteren sollte es nicht während der Schwangerschaft oder Stillzeit eingenommen werden.

Da keine gravierenden Nebenwirkungen bestehen, ist es von der europäischen Arzneimittelagentur (EMG) zur Linderung von Stresssymptomen (Erschöpfung, Schwächegefühl) freigegeben worden.

Referenzen

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