Ashwagandha: Eine Heilpflanze mit nootropischer Wirkung

ashwagandha

Withania somnifera

Ashwagandha ist eine Heilpflanze, die ihren Ursprung in Südasien hat.

Aufgrund ihrer guten Verträglichkeit und vielseitigen Einsetzbarkeit, ist sie eines der wichtigsten Heilmittel der indischen Pflanzen-Heilkunde (Dravyaguna).

Dort wird sie als Rasayana (Pflanzenstoff, der physische oder mentale Fähigkeiten erweitert)  eingestuft, und schon seit über 3000 Jahren gegen Altersgebrechen, Entzündungen, Impotenz und Schlafstörungen eingesetzt.

Andere Bezeichnung: "Indischer Ginseng" - Sie wird häufig mit der chinesischen Heilpflanze Ginseng verglichen, da sie in Indien eine ebenbürtige Rolle einnimmt.

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Wegen ihrer positiven Wirkung auf die geistige Leistung, wird sie auch in der Nootropika-Community immer beliebter.

Ashwagandha wirkt angstlösend (anxiolytisch) und reduziert die Stressbelastung.

Ihr Name kommt aus dem Sanskrit (alt-ind. Sprache), und bedeutet "Geruch eines Pferdes", damit wollte man wohl zum Ausdruck bringen, dass es dem Nutzer die (sexuelle?) Energie und Kraft eines Hengstes verleiht.

In der Ajurveda (ind. Heilmedizin) wird es besonders nach schweren Krankheiten eingesetzt, um dem Immunsystem neue Kraft zu verleihen.

In Deutschland ist die Pflanze in all ihren Formen legal, und im Internet oder Apotheke zu kaufen.

Andere Namen: Pferdewurzel, Schlafbeere, Aswal®, lat. Withania somnifera (Botanik)

Alles auf einen Blick

Gut für:

stimmung

Stimmung

ruhe

Ruhe

schlaf

Schlaf

  • Ashwagandha ist eine Heilpflanze, die schon seit Jahrtausenden in der Ayurveda (traditionelle Heilkunst) angewendet wird.
  • Ihre angst- und stresslösende Wirkung ist wissenschaftlich belegt.
  • Es fördert den Tiefschlaf und die Schlafqualität; darüber hinaus verkürzt es die Einschlafzeit.
  • Tagesdosis: 300-600mg (Extrakt mit 5% Withanolid-Anteil) - auch größere Dosen (bis zu 6000mg) können sich vorteilhaft auswirken.
  • Extrakte in Pillenform sind am einfachsten handzuhaben;
  • Der Hauptwirkstoff sind die Withanolide.
  • Neben einer GABA-ähnlichen Wirkung hemmt es das Enzym Acetylcholinesterase.
  • Keine Nebenwirkungen oder Toxizität (bei vernünftiger Dosierung).
  • Ist in Deutschland im Internet oder Apotheke erhältlich.

Botanische Eigenschaften

Die Schlafbeere (dt. Bezeichnung) kommt aus der Gattung der Withania, welche der Pflanzen-Familie der Nachtschattengewäche untergeordnet sind.

Sie ist eine 30cm bis 2m große Pflanze, deren ovale Blätter bis zu 12cm lang und 7cm breit werden können. Ihre kugelförmige Frucht (Beere) ist rot, und wird bis zu 8mm (Durchmesser) groß.

schlafbeere

Größe der Frucht im Vergleich zu einer Zwei-Euro-Münze - Bild von samorini.it

Sie ist in Afrika, Vorder- und Südasien, China, Mauritius, und im Mittelmeerraum heimisch. Ihr größtes Wachstum erreicht sie in leicht feuchter Umgebung.

Zur Anwendung werden meist ihre Wurzel und Blätter verwendet, welche vorher in ein bräunliches Pulver verarbeitet wurden. In manchen Bereichen wird auch die Asche der Wurzel verwendet.

Inhaltstoffe: Withanolide (Withaferin A und Withanolid D11), pflanzliche Alkaloide, Aminosäuren und Fettsäuren.

Dosierung & Einnahme

Ashwagandha wird in verschieden Darreichungsformen verkauft: Pulver, Tee, Extrakt, Pillen, Kapseln, etc.

Auf der Verpackung ist die Menge des Inhalts und eine empfohlene Dosierung vorzufinden, welche in der Regel auch eingehalten werden sollte. Zu beachten ist der Withanolid-Anteil (in den meisten Produkten zwischen 2,5 und 8%).

Die meisten Menschen erhalten mit einer Dosis zwischen 300 - 600mg (Extrakt-Pillen mit 5% Withanolide) pro Tag den besten Effekt.

royal

"Royal" - eine bekannter Extrakt

Auch ​größere Mengen (bis zu 6000mg auf 2 - 3 Dosen verteilt über den Tag) können positive Ergebnisse erzeugen.

Vor dem Zubettegehen (30 davor), kann eine kleine Dosis von 100mg beim Einschlafen helfen, darüber hinaus verbessert es die Schlafqualität und fördert den Tiefschlaf.

Es sollte zusammen mit einer Nahrungsquelle konsumiert werden, sodass potentielle Verdauungsbeschwerden minimiert werden, und es vom Körper besser absorbiert werden kann (Schlafbeere besitzt wasser- und fettlösliche Inhaltsstoffe).

Wenn es nur einmal am Tag angewendet wird, sollte es möglichst am Morgen (zusammen mit dem Frühstück)  eingeommen werden.

Die bevorzugte Einnahme-Quelle sind Pillen-Extrakte, da diese eine umkomplizierte Anwendung ermöglichen (kein umständliches Abwiegen), und so der bittere Geschmack umgangen wird.

Ashwagandha-Pulver kann auch im Glas, in Kombination mit einem Getränk getrunken werden.

Es wird empfohlen, den täglichen Gebrauch alle 4-6 Wochen eine Woche lang zu unterbrechen.

Andere Darreichungsformen

wurzel

Die Wurzel wird zu einem Pulver zermahlen

Tee

Wie viele anderen Heilpflanzen auch, lässt sich die Schlafbeere als Tee zubereiten.

In Teeform wird es meistens zur Verkürzung der Einschlafzeit verwendet, oder um einen entspannenden Gemütszustand hervorzurufen.

Zubereitung: 1-2g Wurzel-Pulver in kochendes Wasser geben; 15 Min. köcheln lassen und abschließend abseihen.

Inhalieren

Das Verdampfen der Pflanze verspricht eine mildernde Wirkung gegen Asthma und Husten.

Wein (Arishta)

Aus der Pflanze lässt sich auch ein Kräuterwein herstellen.

Milch​

Milch enthält das Schlafhormon Melatonin; in Verbindung mit Ashwagandha kann eine verkürzte Einschlafzeit und höhere Schlafqualität erreicht werden.

Das Pulver wird in Milch aufgekocht; die Zubereitung erfolgt genauso wie beim Tee.

​Wirkung & Nutzen

Die Schlafbeere wird schon seit Jahrzehnten erforscht, deswegen existiert eine große Menge an Studien und Forschungsarbeiten, in denen auf Wirkung & Nutzen eingegangen wird.

In diesem Artikel wird nur auf bedeutendsten Anwendungsgebiete eingegangen. Eine ausführlichere Arbeit gibt es auf examine.com

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Angstörungen & Nervosität

Ashwagandha wird primär angewendet, um Angsstörungen, Panikstörungen, Nervosität, und sozialem Unbehagen entgegenzuwirken.

In Tierversuchen mit Ratten wurde eine erhöhte soziale Interaktion festgestellt. (1)

Menschen, denen eine 300 mg dosis verabreicht wurde, ​berichteten von einer erheblichen Abnahme ihrer Angstgefühle. (2)

Es scheint die anxiolytische (beruhigende) Wirkung von Alkohol zu verstärken. (3)

​Stress

​Aufgrund der enthaltenen Withanolide wird es als Adaptogen bezeichnet. - Adaptogene verringern die Wahrnehmung von Stress.

Bei Teilnehmern, die unter chronischen Stress leiden, konnte eine bedeutsame Abnahme der Symptome festgestellt werden. (2)

Depression

Probanden, denen 6 Wochen lang eine Menge von 250mg (2x täglich) verabreicht wurde, berichten von großen Verbesserungen in den Symptomen ihrer Depression und Angsstörung. (4)

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Verbesserte Schlafqulität

Entzündungen

Ashwagandha scheint eine enzündungshemmende Wirkung zu besitzen. (5)(6)

Schlaf

Es besitzt eine schlafanregende Eigenschaft und begünstigt den Tiefschlaf, darüber hinaus scheint es die Einschlafzeit zu verkürzen (ähnlich wie bei Diazepam). (7)(8)

Herz-Kreislauf

Es wurde eine Vielzahl von positiven Eigenschaften auf den Blutkreislauf beobachtet:

  • Unterdrückung der Cholesterin-Aufnahme. (9)
  • Senkt den Blutdruck (wenig erforscht). (10)
  • Stärkt die Durchblutung. (11)
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Sexualität

Aufgrund seiner betörenden Wirkung wird es auch als Aphrodisiakum vertrieben. (12)

Bei sterilen Männern zeigte es Steigerungen in allen Sperma-Parametern (Anzahl, Flüssigkeit, Volumen, Konzentration der Spermien), wodurch man von einer erhöhten Zeugungsfähigkeit ausgehen kann. (13)

Obwohl es als Mittel gegen Erektionsstörungen verkauft wird, ist die Wirkung nicht eindeutig bestätigt. (14)

Langlebigkeit

Der enthaltene Wirkstoff Withanon scheint eine verjüngende Wirkung zu besitzen. Er regelt den CDK-Inhibitor 1 herunter, was angeblich das Altern der Zellen verlangsamt.

Neuroprotektion

Die enthaltenen Withanolide und Sitoindoside​ rufen antioxidantische Enzyme hervor, welche die Gehirnzellen vor freien Radikalen schützen. (19)

Wirkungsweise

Der Hauptwirkstoff sind die Withanolide, eine Gruppe natürlicher chemischer Verbindungen, welchen eine antioxidantische Wirkung nachgesagt wird.

Zentrales Nervensystem

Einige Nachforschungen deuten auf eine erweiterte Funktion des Nervensystems hin.

In einer 12-Wöchigen Studie beobachtete man einen Abfall der zirkulierenden (im Blutkreislauf) MAO und GABA-Werte, während die Konzentration von 5-HTP und Glutamat-Säure abnahm. (15)

GABA

Gaba ist einer der wichtigsten Neurotransmitter im Nervensystem. Ashwangandha weist Gaba-ähnliche Eigenschaften auf, was wohl einer der Gründe für ihre angst- und stresslösende Wirkung ist. (16)(17)

Cholinerge Neurotransmission

Withanolid A scheint das Enzym Acetylcholinesterase zu hemmen, welches in der Signalübertragung durch Nervenzellen eine wichtige Rolle spielt. (18)

​Ein Cholinesterase-Hemmer ist ein Arzneimittel, was für eine erhöhte Konzentration von Acetylcholin am Rezeptor sorgt, und dessen Wirkung verlängert.

Nebenwirkungen & Sicherheit

blutdruck und herz-kreislauf

Keine Nebenwirkungen

​Ashwagandha gilt als sehr sicher und hat eine lange Forschungshistorie.

Solange es in normalen Mengen und mit einem gesunden Menschenverstand eingenommen wird, sollten keine Nebenwirkungen auftreten

Leider existieren keine Studien, in denen auf die Langzeit-Wirkung eingegangen wird.

Bei der Einnahme von größeren Mengen wurden Nebenwirkungen wie Bauschmerzen, Durchfall, und Übelkeit festgestellt.

Personen, die unter Magen-Geschwüren leiden, sollten auf den Konsum verzichten, da der Magen-Darm-Trakt gereizt werden könnte.

Auch Schwangere und Stillende lehnen besser ab.

Wer noch andere Medikamente einnimmt, informiert sich vorher über mögliche Wechselwirkungen beim Arzt.

Da es den Blutzucker-Spiegel herabsenkt, ist es für Menschen mit Diabetes nicht zu empfehlen. Folglich sollten Personen die bereits blutzuckersenkende Arzneimittel einnehmen, kein Ashwagandha zu sich nehmen.

Es ist ein Fall bekannt, wo bei einer Person, der unter klinischer Aufsicht 10 Tage lang eine größere Menge (5g oral) verabreicht wurde, Nebenwirkungen wie Juckreiz an Penis-Schleimhaut und farbliche Veränderungen an der Eichel, zu beobachten waren. (20)

Toxizität​

In Tests mit Ratten wurde eine tödliche Dosis von 465mg/kg Körpergewicht (Extrakt mit 2% Alkaloid-Anteil) ermittelt. (21)

Eine Einnahme der üblichen Menge hat keine toxischen Einfluss auf den Körper. Jedoch kann Withaferin A ein giftige Wirkung auf gesunde Zellen haben. (22)

Referenzen

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